Kombination Ausbildung Tierphysiotherapie + Chiropraxis

Kombination Ausbildung Tierphysiotherapie + Chiropraxis

Kombination Ausbildung Tierphysiotherapie + Chiropraxis

Kombination der Ausbildung mit Chiropraxis

Die beiden Methoden Physiotherapie und Chiropraktik behandeln Strukturen des Bewegungsapparates und lassen sich manuell ausüben. Sie benötigen perfekte anatomisch- topografische Kenntnisse, ein gutes palpatorisches Gefühl, Kenntnis der Variabilität der Befunde, auch bei gesunden und unauffälligen Tieren sowie ein ähnliches schulmedizinisches Hintergrundwissen. Trotzdem unterscheidet beide Methoden sehr viel und zwar so viel, dass sie heute unabhängig voneinander praktiziert werden. Da die Praktiker aber wissen, was sie gut von fremden Methoden gebrauchen können, haben sie Chiro- und Physio-Techniken in ihr Repertoire aufgenommen, selbst wenn sie sich offiziell nicht dazu bekennen.

Viele manuelle Methoden verwischen sich allmählich, wie z.B. die Osteopathie und die Physiotherapie; dass sich aber Chiropraktik und Physiotherapie ähnlich geworden sind, kann man jedoch keinesfalls behaupten. Trotzdem besteht ein hohes Potenzial für eine sinnvolle Kombination bestimmter Elemente aus beiden Methoden. Chiropraktik verfügt beispielsweise über eine ausgezeichnete Diagnostik, welche die Physiotherapie in dieser Form nicht kennt. Damit lassen sich wertvolle Befunde sammeln und physiotherapeutisch nutzen. Auch die Mobilisationstechniken sind als therapeutisches Werkzeug wertvoll. Sie bereichern das Repertoire der Physiotherapeuten sinnvoll und sind bei korrekter Ausübung ungefährlich. Dagegen sind die Manipulationstechniken in nicht geübten Händen alles andere als harmlos. Aus diesen Gründen lehren wir diese nur in dem Rahmen, der für Physiotherapeuten Sinn macht und bei korrekter Ausübung bedenkenlos ist.

Voraussetzung für die Chiropraxis als Ergänzung zur Physiotherapie ist der abgeschlossene praktische Teil der Physiotherapie. Nur danach ist eine Weiterbildung in der Chiropraxis sinnvoll. Leider ist diese Methode nicht leicht erlernbar. Sie bedarf viel theoretischen und praktischen Wissens und eine gewisse Fingerfertigkeit. In dem Lehrgang werden Hund und Pferd zusammen abgehandelt.

Berufsaussichten

Diese Kombination ist die beste Möglichkeit, Diagnostik und Therapie noch gezielter auf die Problematik des Bewegungsapparates zu richten. Hier gibt es keine Streuung auf entfernt verwandte Gebiete, so wie das andere Kombinationen machen, so dass durch die sehr enge Spezialisierung hohe Professionalität – bezogen auf die Manuelle Therapie und Diagnostik des Bewegungsapparates – zu erwarten ist. Auch diese Kombination hebt Sie von anderen Tierphysiotherapeuten ab, was Wettbewerbsvorteile nach sich zieht.

Hier Genaueres zur Chiropraktik, da wir diese nicht als separaten Lehrgang anbieten.

Was genau bedeutet Chiropraktik

Der Begriff "Chiropraktik" kommt aus dem Griechischen und bedeutet mit der Hand praktizieren”. Das Ziel der Behandlung ist die Schmerzreduktion und die Normalisierung des Zusammenspiels von Muskeln und Gelenken sowie die Verbesserung der nervalen und vaskulären Versorgung der Muskulatur und Gelenke, aber auch der Organe. Der Ursprung der Chiropraktik geht zurück auf das Jahr 1895. Der Begründer dieser Behandlungsmethode war Daniel David Palmer aus den USA. Aber auch vor dieser Zeit waren manuelle Behandlungsmethoden der Wirbelsäule bekannt und weit verbreitet.

Die frühesten Beschreibungen dieser Techniken gehen mehrere tausend Jahre zurück. Die damals angewandten Praktiken haben wenig mit der modernen Chiropraktik zu tun. 1897 entschied sich Daniel David Palmer dafür, ein Lehrinstitut für Chiropraktik zu gründen. Dort sollte durch wissenschaftliche Erkenntnisse das theoretische Grundgerüst für die Methodik geschaffen werden. Das “Palmer College of Chiropractic” (PCC) ist heute wohl die bekannteste Ausbildungsstätte für Chiropraktik. Seit der PCCGründung konnte sich diese Methode weltweit durchsetzen und wird heute an mehr als 30 Universitäten gelehrt.

Hauptaugenmerk der chiropraktischen Behandlung ist das Skelettsystem, vor allem die Wirbelsäule und die Gelenke. Eine besondere Rolle in der Chiropraktik spielen die gestörte Funktion der Wirbelsäule und deren Auswirkungen auf das Nervensystem und auf den Gesamtorganismus. Aus chiropraktischer Sicht ist eine fixierte Wirbelverlagerung, die Wirbelsubluxation”, die Ursache verschiedener Erkrankungen. Die hierdurch bedingte Verengung der Austrittsstelle für die Nervenwurzel führt zur Kompression eines Nervenstranges, der für die Versorgung eines bestimmten Segmentes oder Organs zuständig ist. Neben den Schmerzen, die eine solche Kompression verursachen kann, kommt es bei den korrespondierenden Organen oft aus diagnostischer Sicht zu eigenen scheinbar unabhängigen Krankheitssymptomen.

Durch Lockerung des entsprechenden Muskelgewebes, was durch physiotherapeutische Methoden zu erreichen ist und einer anschließenden Reposition, (Einrenkung) können oft chronische Schmerzzustände sowie chronische oder akute organische Störungen behoben werden. Es gibt Methoden, die es auch auf eine sehr sanfte Art ermöglichen, die Wirbel wieder in die richtige Position zu schieben. In den von der WHO entworfenen Richtlinien zu den Mindestanforderungen an das Studium der Chiropraxis wird der Beruf in Punkt 1.2 folgendermaßen definiert: “Chiropraktik ist ein Heilberuf, der sich mit der Diagnose, Behandlung und Vorbeugung von Erkrankungen des Muskel-, Skelett- und Nervensystems sowie mit den Auswirkungen dieser Erkrankungen auf den allgemeinen Gesundheitszustand befasst. Ein Schwerpunkt liegt auf manuellen Behandlungstechniken, einschließlich der Gelenkjustierung und/oder -manipulation mit einem besonderen Fokus auf Subluxationen”.

Und weiter ein wichtiger Satz, der die sog. Subluxationen relativiert:

Es wird angenommen, dass mechanische Funktionsstörungen der Wirbelsäule erhebliche neurophysiologische Auswirkungen haben können, die von Chiropraktikern als Subluxation und vertebraler Subluxationskomplex bezeichnet werden.” Dadurch ist der normale Bewegungsspielraum der Wirbelgelenke entsprechend eingeschränkt. Dies lässt sich mit einer Schublade vergleichen, die beim Herausziehen klemmt. Muskelverspannungen, krummer Rücken, abnorme Körperhaltung, eingeschränkte Biegsamkeit und Flexibilität des Rückens, Widersetzlichkeit und Berührungsempfindlichkeit sind oft die Folgen.

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